Der "Bliemchen"Kaffee
Den Sachsen sagt man ja eine gewisse Gemütlichkeit nach. Vielleicht rührt das von der "breiten" Auslegung der deutschen Sprache her, die mit einer gewissen Langsamkeit daherkommt und in der Informationsübertragungsschnelligkeit dem Bayrischen ähnelt. So ergibt es sich zwangsläufig, das Gespräche etwas länger dauern und die gesprächsbegleitende Kaffeemenge sich erhöht. Wenn ich mir einen Kaffee zubereite, dann drehe ich mich die nächsten 2 Stunden wie ein Brummkreisel, für eine sächsische Kaffeerunde eine Katastrophe. Zu diesem Zweck, so sagt der Volksmund, haben die Sachsen den "Bliemchen"Kaffee erfunden. Er heißt deswegen so, weil er so dünn ist, das man durch ihn hindurch das Blumendekor am Tassenboden erkennen kann, das ist praktisch, denn man kann ohne Schaden zu nehmen den ganzen Tag Kaffee schlabbern. Sachsenhasser verbreiten deswegen auch das Gerücht, die Sachsen würden am Kaffeekannenboden eine Kaffeebohne ankleben und bei Bedarf warmes Wasser darüber schütten. Diese Bohne würde dann monatlich gewechselt. Und damit keiner merkt, wie dünn das Gebräu ist hätten die Sachsen die Parole ausgegeben das "Scheelchen Heeser" muss "siese" sein. Ich persönlich halte das zwar alles für ein Gerücht, aber ist nicht in jedem Gerücht ein "böhnchen" Wahrheit ?