Seit wann der Mensch den Pfeffer zum Würzen nutzt, ist so genau nicht
auszumachen. Klar ist aber woher er kommt und das er seit einigen tausend
Jahren verwendet wird. Wir begegnen ihm das erste mal in Indien, genauer
gesagt an seiner Westküste, dem heutigen indischen Bundesstaat Kerala. In
Burma und im Süden von Indien finden wir auch heute noch pflanzlich enge
Verwandte des scharfen Burschen. Noch vor Beginn der Zeitrechnung erreichte
sein Nutzungsgebiet auch Indonesien und Malaysia. Durch den Indienfeldzug
Alexanders des Großen wurde der Pfeffer auch in Europa bekannt. Arabische
Händler hatten in der Antike ein Pfeffermonopol. Die gigantischen Gewinne,
die man damals mit Pfeffer erzielen konnte wurden verschleiert und die
Burschen waren clever genug, auch das Herkunftsland des Gewürzes zu
verschweigen. Da die Industriespionage noch in den Kinderschuhen steckte,
war damit Jahrhunderte lang Pfeffer das Gewürz der Reichen. Trotzdem war es
im alten Rom schon beliebt und bis zum zeitigen Mittelalter ein Symbol für
Reichtum und Macht. Dann begann man nach dem Gewürz in aller Welt zu suchen.
Den Portugiesen gelang es als ersten, den Pfeffersack anzustechen. Sie waren
die ersten Europäer, die Handelsniederlassungen in den Pfefferländern
errichteten. Heute ist der Pfeffer ein nicht mehr wegzudenkendes Gewürz in
allen Küchen und für jeden Geldbeutel erschwinglich.
Geschichte der Pfefferverwendung