Als der Mensch noch den Hasen und Wildschweinen hinterher geflitzt ist, weil er etwas zum Mittagessen brauchte, war Salz noch nicht so sein Thema, denn das, was seine Biologie an Salz benötigte, deckte er mit der tierischen Nahrung. Als es mit dem Jagen und sammeln nicht mehr so dolle war und er mehr und mehr pflanzliche Nahrung zu sich nahm, fehlte ihm etwas: das Salz. Das und die Tatsache, das auch das Konservieren dadurch wichtiger wurde, veranlasste ihn, vor etwa 10000 Jahren aktiv nach Salz zu suchen und es zu gewinnen. So wurden Siedlungen u.a. vorzugsweise auch in der Nähe von Salzvorkommen gegründet. Klar, das die alten Ägypter dann später das Salz auch auf ihren Tontafeln verewigt haben. 800 Jahre vor der Zeitrechnung finden sich dann auch die ersten Hinweise auf die Gewinnung von Salz und den Salzhandel in Europa. Das keltische Wort für Salz ist "HALL", Halle/ Saale, Bad Reichenhall als Salzstädte gründen ihre Namen darin. Salz wurde im Mittelalter  mit Gold aufgewogen. Es war ein wichtiges Handelsobjekt. 1389 wurde der Stadt Zittau so z.B. das "Salzstapelrecht" verliehen, also das Recht Salz zu lagern. Vorbeiziehende Kaufleute mussten unaufgefordert ihr Salz zum Kauf anbieten. Salz wurde auch manchmal  als Lohn ausgezahlt. So erhielt der Rektor des Zittauer Gymnasiums ein Jahresgehalt von 16 Scheffeln Salz, das sind mehr als 1660 Liter ! Ganze Kriege wurden wegen des Salzes geführt, Brot und Salz darzubieten war aber auch ein Zeichen des Friedens. Und Goethe meinte: "Über alles preis' ich den gekörnten Schnee, die erst' und letzte Würze jedes Wohlgeschmacks, das reine Salz, dem jede Tafel huldigt"
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Zur Geschichte des Salzes