Bier brauen
Am Anfang ist das Malz, also im Falle eines normalen Pilsners, Gerste die erst zur Keimung gebracht wurde, um dann getrocknet zu werden. Und je nachdem wie hoch die Trocknungswärme ist, entsteht helles oder dunkles Malz. Dieses Malz wird dann geschrotet und mit heißem Wasser versetzt. Es wird "eingemaischt". Alles was löslich ist geht so ins Wasser über, das Unlösliche, der Treber, dient anschließend als Tierfutter. In der Würzpfanne kommt jetzt der Hopfen dazu und das Ganze wird gekocht. Abgekühlt und geklärt fließt die Würze nun in den Gärbottich bzw. in große Gärtanks. Jetzt kommt die Hefe ins Spiel. Nach einigen Stunden geht die Gärung los und erreicht nach einer reichlichen Woche ihren Höhepunkt. Bei der Gärung entsteht Wärme, weswegen die Brühe intensiv gekühlt werden muss. Oben auf der Flüssigkeit bildet sich anfangs weißer Schaum, der mit zunehmender Gärheftigkeit brauner wird, starke Bitterstoffe enthält und entfernt wird. Nach etwa 10 Tagen kommt das Jungbier in Lagertanks, wo es bei kühlen Temperaturen nachgärt und sich mit Kohlensäure anreichert. Je nach Rezept oder Sorte bleibt es dort bis zu fast einem halben Jahr, es klärt sich durch das Absinken der Schwebstoffe und es "reift". Wenn man nun beim Malzen keine Gerste nimmt, sondern Weizen und eine andere Hefe, legt man die Grundlagen für ein Weizenbier. Übrigens: Selbst alkoholfreie Biere sind nicht ganz alkoholfrei und müsste eigentlich "alkoholarmes" Bier heißen.
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