Fische standen auf
dem Speisezettel des Menschen noch bevor er ein Selbiger war. Unsere
äffischen Vorfahren haben ja nicht nur Beeren und Bananen gefuttert, sondern
sich auch an kleinen Säugern, Vögeln und Fischen gütlich getan. Diese
geschuppten Wasserflitzer wurden dann auch systematisch mit Harpunen, später
Angeln und Netzen gejagt. Viele Felsmalereien und frühgeschichtlichen Funde
beweisen das. Im Zweistromland ( Euphrat, Tigris ) wurde der Fang von
Fischen weiter kultiviert. Ausgebuddelte alte Fischknochen, Reste von
Schalentieren, Kunstgegenstände, sowie die Keilschriften auf Tontafeln
lassen uns heute noch viele genutzte Arten erkennen. Die Methoden des Fischfangs, wie der Einsatz
von Harpunen
und Speeren, Reusen, Angeln, Zug- und Wurfnetzen, waren bereits damals sehr
weit entwickelt. Auch der Handel mit Fischen entwickelte sich. In der
Antike und im Mittelalter waren viele Leute auf den Fischfang angewiesen und
ein Fischlein galt als Braten des armen Mannes. Fische wurden insbesondere
für den privaten Verbrauch gefangen, aber auch zur Vermarktung. Makrele,
Sardine, Thunfisch, Hering, Kabeljau oder Lachs kamen u.a. auf den Tisch.
Die Fangmethoden gingen manchmal seltsame Wege: So weiß Hieronymus Bock unter anderem zu berichten,
dass auch Bilsenkraut zum Fischfang diente: "Also das sie
(die Fische) daruon doll werden / springen auff und keren zuletzt das weiß
obersich / das sie mit den Händen inn solcher dollheit gefangen werden."
Konservierungsarten bei gutem Fang waren jahrhundertelang Trocknen oder
Einsalzen.
Geschichte des Fischfangs