Die tolle Knolle kann man schon vor
7000 Jahren in Südamerika ausmachen. Ende des 16. Jahrhunderts haben dann
die spanischen Eroberer die Kartoffel mit nach Europa gebracht. Bei Sevillia
sollen die ersten EURO-Kartoffeln gewachsen sein. Sportliche Gentleman,
wie es die Engländer aber schon immer waren, haben sie den Spaniern mittels
Kanonenbeschuss einige der Dinger piratenmäßig abgenommen und selber
kultiviert. Und so kam die Kartoffel sozusagen von 2 Seiten auf uns zu. Wer
jetzt aber annimmt, das es dadurch ein problemloser Siegeszug war, der irrt.
Anfänglich ging da einiges schief. Die Kultivierung war problematisch, man
futterte die falschen (giftigen) Pflanzenteile und außerdem, was der Bauer
nicht kennt, frisst er nicht. Einer von den Chefs war jedoch pfiffig:
Friedrich der Große ( siehe Pomm Fritz ). Während der Hungersnot von 1740
ließ er in der Nähe von Berlin Kartoffelfelder anlegen , die von Soldaten
bewacht wurden. Friedrich zählte dabei nicht zu unrecht auf die menschliche
Neugier, die die Bauern schnell veranlasste die geklauten Kartoffeln selber
anzubauen, denn was bewacht wird, muss ja schließlich wertvoll sein.
Geschichte der Kartoffel