Er ist eine der ältesten Kulturpflanzen die die
Menschheit kennt: Olea europaea, der Olivenbaum, auch Ölbaum genannt. Schon
vor über 6000 Jahren nutzten ihn die Leute im Vorderen Orient, besonders die
im Zweistromland. Vor etwa 3000
Jahren gab es auf Kreta bereits große Ölbaumkulturen. Aus den Früchten, den
Oliven, wurde ein sehr feines Öl gewonnen, dass als Speiseöl verwendet
wurde. Auch zu Heilungszwecken und religiösen
Zeremonien ist seine Nutzung nachgewiesen. Mancherorts errang die
rutschige Flüssigkeit geradezu extremen Kultstatus. Öl wurde aber nicht nur aus Pflanzen gewonnen sondern auch aus
Tieren, so waren die Eskimos wahre Meister im Verbrauchen größerer Mengen
von Öl, welches sie aus Walen und Robben gewannen. Im alten Rom unterschied man zwischen 5 Sorten
des Olivenöls: Einmal "Premium"-qualität, also das Öl aus den besten
Früchten zur besten Zeit geerntet, dann das Öl aus Früchten, welche im
Winter geerntet wurden, genommen zum Einreiben, das oleum maturum aus
schwarzen Oliven, zum Vierten Öl von Früchten die herabgefallen waren und
aufgelesen wurden und zum Schluss das, das man den Sklaven andrehen konnte,
aus vergammelten schmutzigen Früchten. Das Öl von heute ist natürlich immer
vom Besten...


Geschichte des Speiseöls