Rohwürste sind die Würste, die entgegen ihrem
Namen länger haltbar sind. Es sind u.a. die Salamisorten. Rohwürste
werden aus rohem Schweine- bzw. Rindfleisch
unter Zusatz von Speck, Salz und Gewürzen gemacht. Wichtig ist die
Wurstpelle, sie muss elastisch, wasser- und dampfdurchlässig sein und
atmungsaktiv. Rohwürste werden nach speziellen Vorschriften getrocknet,
einige im Anschluss geräuchert. Eine reife Rohwurst wird Dauerwurst genannt
und hat in Ihrer Reifezeit knapp die Hälfte ihres Gewichts verloren.
Kochwürste werden
meistens aus vorgebrühtem oder vorgekochtem Fleisch, Speck, Schwarten und
Innereien hergestellt. Dazu
kommen, je nach Wurstsorte, Blut oder Leber. Das Ganze wird nach dem
Abfüllen nochmals gekocht. Sülzwürste, Leberwürste oder Blutwürste gehören
zu den Kochwürsten. Trotz der doppelten Erhitzerei sind die Kochwürste nicht
zu lange haltbar. Vor allem bei Leberwurst sollte man acht geben.
Wurstsorten
Man unterscheidet zwischen
Brühwüsten, Kochwürsten und Rohwürsten.
Brühwürste
bestehen aus zerkleinertem Schweine- oder Rindfleisch, Speck, Gewürzen und
Salz. Nach dem Abfüllen in den Darm werden die Würste gebrüht oder
geräuchert. Je nachdem wie fein die Masse gekuttert wurde, ob danach noch
größere Fleischstücke zugegeben werden und ob Pökel oder Kochsalz genommen
wird, sowie welche Gewürze hinein kommen macht den Unterschied zwischen den
Wurstsorten. Die Würste sind schnittfest. Zu den Brühwürsten gehören u.a.
Jagdwurst oder Mortadella.